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Richtig Bewerben: In 100 Tagen zum Job

Richtig Bewerben: 2018 beträgt die Arbeitslosenquote 5,4%. Die wahre Dunkelziffer ist viel höher.

Sind Sie arbeitslos oder mit Ihrem Job unglücklich? Während meiner Zeit ohne Ausbildung habe ich eines gelernt. Dass was man in der Schule und der Arbeitsagentur in Sachen Bewerbung lernt ist veraltet und in der Regel nutzlos. Im heutigen “Informationszeitalter” helfen die Tipps aus dem letzen Jahrtausend nicht mehr. Auch als ich später während meiner Karriere für das werben und auswählen neuer Mitarbeiter zuständig war, hat sich mein Bild des Bewerbungsprozesses geändert. Wenn man das ganze von der anderen Seite aus sieht, geht einem ein Licht auf. Was habe ich nicht alles beim Bewerben falsch gemacht…

Die 8 wichtigsten Schritte endlich Arbeit zu finden

1.: eine Hilfreiche Einstellung finden.

Ihre innere Einstellung ist extrem wichtig. Sie müssen das Positive an Ihrer aktuellen Situation finden. Mir ist bewusst, dass dies die schwierigste Übung ist. Aber es ist auch die wichtigste. Auch ich hatte viel zu Lange Zeit nur Absagen auf alle Bewerbungen und Bemühungen bekommen. Dies kratzt an dem eigenen Bewusstsein und Selbstbild. Heute sehe ich Rückblickend, warum ich zum einen keinen Erfolg hatte… zum anderen sehe ich aber auch, dass ohne meinen langen erfolglosen Weg ich niemals auf die Idee gekommen wäre mich mit vielen Themen zu beschäftigen, welche mich heute zu dem gebracht haben was ich habe. Hätte ich es einfach gehabt, wäre es einen einfachen Weg gegangen und hätte viel Verpasst. Rückblickend habe ich bislang nur Glück gehabt.

Aber nun Sie Ihnen: Sehen Sie unbedingt das positive an Ihrer Situation. Je schlimmer Ihrer Situation scheint, umso größer ist die Erfahrung die Sie hieraus nehmen können. In guten Zeiten kann jeder Überstehen, in schlechten Zeiten nur die, die es gewohnt sind. Werden Sie eine Frohnatur, nur so können Sie Ihre Menschen in der Umgebung anstecken. Viele Bewerber haben schon beim ersten Begrüßen alle Freude im Raum geschluckt. Als Arbeitgeber will man eine positive produktive Stimmung. Wenn jemand voller Trauer in eine Abteilung kommt, drückt dieser die Stimmung und die Produktivität. Dies nennt man Spiegeln. Das was andere fühlen und machen wird unbewusst von allen Menschen drum herum übernommen. Überlegen Sie sich, ob Sie lieber mit jemanden arbeiten, welcher in Ihnen gute oder schlechte Gefühle auslöst… sehen Sie. Als Frohnatur haben Sie eindeutig schon einmal bessere Chancen. Denken Sie an Karl Valentin: “Ich freue mich wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue… regnet es trotzdem.” Leben Sie ein positives Leben.

2.: finden Sie Ihre Bestimmung

Überlegen Sie sich, was Sie wollen. Welche Probleme wollen Sie lösen. Global, aber auch im kleinen Rahmen. Welchen Nutzen wollen Sie der Gesellschaft und dem Unternehmen bringen. Was wollen Sie erreichen? Kurzfristig (5 Jahre) und langfristig (10 Jahre). Wo sehen Sie Möglichkeiten und Chancen, welche andere anscheinend nicht erkennen?

3.: Tun Sie so, als währen Sie nicht arbeitslos

Dies ist ein ebenfalls sehr wichtiger Schritt. Um etwas zu erreichen, hilft es so zu handeln und tun, als hätte man sein Ziel schon erreicht. Indem Sie bereits so leben, als hätten Sie Ihr Ziel erreicht ist es einfach für andere sich vorzustellen wie Sie Ihr Ziel erreichen. Setzen Sie sich einen festen Tagesablauf. Halten Sie diese Zeiten stetig ein, so stärken Sie Ihren “Diziplin-Muskel”. Achten Sie zudem auf Ihr äußeres. Kleiden Sie sich, wie Sie sich zur Arbeit kleiden würden. Gehen Sie ggf. aus dem Haus um Bewerbungen zu schreiben und Anrufe zu tätigen. Oder aber richten Sie sich ein Büro daheim ein.

4.: Zeitplan für 100 Tage erstellen

Planen Sie die nächsten 100 Tage. Was können Sie jeden Tag tun, um Ihren Traumjob näher zu kommen. Sie sollten jeden Tag mindestens 5 Tätigkeiten auf der Agenda haben, welche Sie Ihrem Ziel näher bringen. Welche Firmen können Sie kontaktieren, besuchen oder anrufen? Füllen Sie Ihren Terminkalender.

5.: Was würden Sie werden, wenn Sie alles werden könnten. Wo würden Sie sich Bewerben?

Was würden Sie tun, wenn Sie alles tun könnten was Sie wollen? Befreien Sie sich einmal von allem wenn und aber. Wie sähe Ihr Traum aus. Ändern Sie Ihre Einstellung zu:”finden warum es nicht klappen kann” zu: “Warum es klappen muss”. Die Innere Einstellung ist extrem wichtig für den Erfolg.

6.: Fassen Sie Ihre wichtigsten Entscheidungen und Ereignisse des Lebens zusammen.

Schreiben Sie alle wichtigen Stationen Ihres Lebens auf. Von Beginn an. Überlegen Sie, wo Sie Fremdgesteuert und wo Sie selber Entscheidungen getroffen haben. Formulieren Sie die Werte, welche Sie im Leben vertreten. Was ist Ihnen wichtig.

7.: Konkretisieren Sie einen Passenden Job

Fassen Sie so genau wie möglich zusammen, was der perfekte Job für Sie ist. Warum nicht einfach alles nehmen? Stellen Sie sich vor es gehen zwei Jäger in den Wald. Der eine möchte einfache irgendetwas schießen, er hat also Gewehr und Hund dabei und jagt. Der andere hat es auf Rotwild abgesehen, also hat er einen Lockruf dabei und geht zu einer Zeit Jagen, wo das Rotwild besonders unvorsichtig ist. Welcher Jäger wird Ihrer Meinung nach Erfolg haben? Ein genaues Ziel schränkt Sie nicht ein, es gibt Ihnen höhere Wahrscheinlichkeit zu treffen. Sie müssen wissen, was Sie wollen. Nur so können auch andere Ihnen helfen. Sie müssen wissen, wofür Sie sich Bewerben und wirklich Erfolg wollen.

8.: Suchen Sie die Schnittmenge zwischen Fähigkeiten und Interessen

Finden Sie im letzen Schritt heraus. Wo sich Ihre Hobbys und Interessen mit Ihren Fähigkeiten überschneiden. Was wollen Sie und was können Sie. Wo treffen sich diese zwei Faktoren? Ihren neuen Job sollen Sie als Spiel sehen. Welches Ihnen unglaublichen Spaß macht. Legen Sie schriftlich Fest, was Sie erreichen wollen. Bewerben Sie sich auf diesen Schnittpunkt.

 

Und weiter geht es! Nachdem der richtige Job gefunden ist und als Ziel definiert wurde hier ein Tipps wie man vorgehen kann um den Traumjob auch wirklich zu bekommen. Denn bewerben ist keine 10 Minuten Tätigkeit, sondern ein gut geplantes Ziel.

 

Der Start: Die 3 Schritte Wie man wirklich einen Job bekommt:

1. Tut gutes und spricht davon.

Wo wurde uns gesagt findet man einen passenden Job? In den Jobanzeigen der Tageszeitung, dem Internet, Stellenanzeigen oder den Ausschreibungen der Arbeitsagentur? Wenn Sie so denken, haben Sie die Möglichkeit zu den 2% zu gehören, die so Ihren Job finden. Es ist in der Tat Möglich so einen Job zu finden. Effektiv ist dies aber nicht. Denn Taten reden mehr als Worte. Lassen Sie andere Ihre Bewerbung aussprechen.

Hier möchte ich eine kurze Geschichte von einem meinem vorherigen Arbeitgebern nennen. Ich war hier in der Personalabteilung tätig. In München war es schwer einen passende Bewerber zu finden. In jeder Ausschreibung des Unternehmens stand “gute Deutschkenntnisse Pflicht”. Wie groß glauben Sie, ist die Chance das dann trotzdem jemand eingestellt wird, welcher kein Wort Deutsch spricht? Eigentlich nicht groß, so einer müsse sich gar nicht erst bewerben. Da jedoch ein Mitarbeiter sehr positiv von seinem Bekannten gesprochen hat, welcher gerade aus dem Ausland nach Deutschland kam. Wurde dieser zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Aufgrund des hohen Engagement und des positiven auftreten wurde der Bekannte eingestellt.

Reden Sie mit allen Bekannten die Sie haben und teilen Sie jedem mit, dass Sie einen Job suchen. 40% aller Jobs werden über bekannte vergeben. Daher müssen Sie regelmäßig alle Ihre Kontakte auf dem laufenden halten. Diese Kontakte können auch ehemalige Kunden oder Lieferanten sein. Wenn Sie immer nur gut von sich zu sprechen machen, werden Sie schnell etwas finden.

2. Nehmen Sie aktiv Kontakt auf

Suchen Sie sich Firmen, mit denen Sie sich identifizieren können. Rufen Sie diese an und erbitten Sie 4 Minuten mit dem Personalverantwortlichen oder den Inhaber zu sprechen. Wichtig: Stehlen Sie niemanden die Zeit. Es gibt nichts schlimmeres als Zeiträuber, die einem am Tag soviel Zeit rauben, dass man Überstunden schieben muss. Sagen Sie in diesen 4 Minuten kurz wie Sie helfen können und was Sie bieten. (Verkaufs-Tipp: Nennen Sie den Nutzen, nicht die Eigenschaft). Weiterer Aquisetipp: beginnen Sie das Gespräch damit, dass Sie Fragen ob Sie sich kurz fassen dürfen um möglichst wenig Zeit zu benötigen. So erhalten Sie das erste “ja” und das Gespräch beginnt positiv. So kann die Bewerbung beginnen.

Sind die 4 Minuten um, fragen Sie ob Interesse besteht und bitten Sie um einen Termin. Suchen Sie sich 200 Firmen aus, die Sie per Telefon und persönlich besuchen und mit diesen 4 Minuten auf sich aufmerksam machen. Wenn der Gegenüber zufrieden mit Ihnen ist, aber keine Verwendung für Sie hat, fragen Sie ob dieser Sie Empfehlen würde und jemand Kennt dem mit Ihren Fähigkeiten geholfen ist.

3. Lernen Sie sich zu Verkaufen.

Bewerben ist Verkaufen. Sie sind das Produkt. Daher ist es wichtig, dass Sie Verkaufen können. Aber haben Sie keine Angst, jeder kann Verkaufen lernen. Wenn Sie die hälfte der Verkaufstipps beherrschen werden Sie schon Erfolg haben. Die wichtigsten Verkaufspunkte für Bewerber kurz zusammengefasst:

  • Erzählen Sie nicht zuviel. Fassen Sie sich kurz.
  • Nennen Sie die Nutzen, nicht die Eigenschaften
  • Nennen Sie was Wichtig ist
  • Machen Sie auf die Möglichkeit aufmerksam kostenlos zu testen (Probearbeiten)
  • Reden Sie Positiv
  • Erkennen Sie den Bedarf
  • Schreiben Sie nach jedem Gespräch ein Dankesbrief

Da Sie das Produkt sind, nutzen Sie die Zeit die Sie haben sich möglichst schnell in vielen Bereichen fortzubilden. Neben Sachbüchern gibt es noch Audiobooks oder Youtube-Kanäle auf denen man wirklich sehr nützliche Eigenschaften lernen können.

Folgende Bereiche sollten zumindest angeschnitten werden:

  • Körpersprache
  • Marketing
  • Rhetorik
  • Verkaufen

Selbstbewusstsein ist zudem wichtig. Schreiben Sie daher jeden Tag alle Ihre Erfolge auf. Schreiben Sie ein Erfolgsjournal. Neben Kostenlosen Youtubevideos sollten Sie gleich anfangen, eines der hier genannten Sachbücher zu bestellen und lesen.

 

Youtube:

Redefabrik – Kommunikation & Charisma

Ein Youtube-Kanal über richtiges Kommunizieren. Denn nur wenn man verstanden wird, lohnt es sich was zu sagen

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